Steuervorteile der Rürup-Rente erklärt
Wie du bis zu 27.566 Euro pro Jahr von der Steuer absetzen kannst — ein vollständiger Überblick über die Steuermechaniken.
Mehr erfahrenWas bedeutet lebenslange Absicherung wirklich? Wir erklären Rentenhöhe, Dynamik und was mit deinem Geld nach der Einzahlungsphase passiert.
Die Rürup-Rente ist für Selbstständige und Freiberufler konzipiert — nicht zum Vermögensaufbau, sondern zur lebenslangen Altersabsicherung. Das Kernversprechen: Geld, das du nicht aufbrauchst. Solange du lebst, zahlst du nichts dafür.
Aber wie funktioniert das eigentlich? Wir schauen uns an, wie die Auszahlung konkret abläuft, welche Faktoren die Höhe bestimmen und worauf du bei der Wahl deines Versicherers achten solltest.
Die Rürup-Rente hat zwei klar getrennte Phasen: erst zahlst du ein, dann erhältst du Geld zurück — für immer.
Typischerweise 30 bis 40 Jahre. Du zahlst regelmäßig in deinen Vertrag ein, der Versicherer legt das Geld am Kapitalmarkt an. 2026 kannst du maximal 27.566 Euro pro Jahr einzahlen und von der Steuer absetzen — das ist der entscheidende Vorteil.
Mit 62, 65 oder 67 Jahren — du entscheidest. Der Versicherer rechnet aus, wie viel monatliche Rente dein angesparter Betrag dir lebenslang bringt. Diese Berechnung basiert auf Lebenserwartungstabellen, Zinsen und einer Risikoprämie für den Versicherer.
Du erhältst monatlich die vereinbarte Summe — egal, ob du 80, 90 oder 100 Jahre alt wirst. Das ist das Versprechen der Rürup-Rente: Keine Sorge, dass dir das Geld ausgeht.
Die monatliche Rente ist nicht einfach dein Erspares geteilt durch 12 Monate. Mehrere Faktoren spielen eine Rolle — manche kannst du beeinflussen, manche nicht.
Je mehr du eingezahlt hast, desto höher die Rente. Wer 40 Jahre lang 10.000 Euro pro Jahr einzahlt, hat mit Zinsen und Renditen ein anderes Polster als jemand mit 5.000 Euro pro Jahr.
Später anfangen = höhere monatliche Rente. Der Versicherer verteilt dein Geld auf weniger Jahre, also bekommst du monatlich mehr. Mit 67 statt 62 Jahren kannst du mit 10-15% höheren Rentenzahlungen rechnen.
Versicherer nutzen Sterbetafeln — Frauen bekommen oft niedrigere Rentenzahlungen, weil die statistische Lebenserwartung höher ist. Das ist legal und üblich in der Branche.
Der Versicherer garantiert einen Mindestzins — 2026 sind das etwa 2,25% für neue Verträge. Höhere Garantiezinsen bedeuten höhere Rentenzahlungen, sind aber in niedrigen Zinszeiten schwer zu bekommen.
Deine Rente bleibt nicht für 30 Jahre gleich. Das wäre auch problematisch — mit der Inflation würde deine Kaufkraft sinken. Darum gibt’s Anpassungsmechanismen.
Bei der Rürup-Rente hast du normalerweise die Wahl zwischen zwei Modellen: Garantierente ohne Dynamik (deine Rentenzahlungen bleiben über Jahrzehnte gleich) oder Rentensteigerung durch Dynamik (die Rente erhöht sich regelmäßig, meist an die Inflation gekoppelt oder prozentual).
Die dynamische Variante ist verlockend, kostet dich aber: Wenn du dich für 2% jährliche Steigerung entscheidest, fällt deine Startrentenzahlung 15-20% niedriger aus. Es’s ein Kompromiss zwischen Sicherheit heute und Kaufkraft morgen.
Tipp: Viele Versicherer bieten Mischvarianten an — eine Basisrente ohne Dynamik plus optionale Erhöhungen aus Überschüssen. Das gibt dir Flexibilität.
Das ist eine wichtige Frage — und die Antwort hängt von deinem Vertrag ab. Die Rürup-Rente ist streng reguliert, um zu verhindern, dass Leute sie zur Vermögensumverteilung missbrauchen.
Wenn du stirbst, bevor du die Rentenzahlungen wieder rausgezogen hast, können deine Erben typischerweise nur die bereits gezahlten Renten bekommen — nicht das gesamte Ersparte. Das ist anders als bei klassischen Rentenversicherungen.
Hier’s der Deal: Die Steuerersparnis beim Einzahlen ist enorm. Dafür zahlst du später Steuern auf die Rente.
Bis zu 27.566 Euro (2026) als Betriebsausgaben abziehbar
Bei 42% Steuersatz spart das etwa 11.600 Euro pro Jahr
Ertragsanteil steuerpflichtig
Mit 67 Jahren: nur etwa 18% der Rentenzahlungen sind steuerpflichtig (2023er Regelung)
Das bedeutet: Die massive Steuerersparnis heute wird teilweise kompensiert durch Steuerzahlungen später. Aber für viele Selbstständige lohnt’s sich trotzdem — besonders wenn dein aktueller Steuersatz höher ist als der im Ruhestand.
Du erhältst die vereinbarte Rente für dein gesamtes Leben — egal wie lange du lebst. Das Langlebigkeitsrisiko trägt der Versicherer.
Bis zu 27.566 Euro jährlich von der Steuer absetzen — das ist für Selbstständige oft das Hauptargument für die Rürup-Rente.
Du entscheidest, ob deine Rente gleich bleibt oder mit der Inflation wächst. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile.
Die Höhe deiner späteren Rente hängt von heute ab — von deinen Beitragssätzen, dem Renteneintrittsalter und der Wahl des Versicherers.
Du fragst dich, ob die Rürup-Rente zu deiner Situation passt? Eine individualisierte Analyse berücksichtigt dein aktuelles Einkommen, deine Lebensplanung und deine anderen Vorsorgeoptionen. Das macht einen großen Unterschied.
Beratung anfragenDieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Die Rürup-Rente ist eine komplexe Anlage, und individuelle Umstände spielen eine große Rolle — dein Alter, Einkommen, Steuersituation und finanzielle Ziele. Zahlen und Prozentsätze können sich ändern. Bitte konsultiere einen qualifizierten Finanzberater oder deine Krankenversicherung, bevor du eine Entscheidung triffst. Wir haften nicht für Entscheidungen, die auf diesem Text basieren.